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Seefracht | Globale Situation

 

Sehr geehrte/r Kundin/Kunde,

aufgrund der anhaltenden Störungen des Seefrachtmarktes durch die Pandemie und die Blockade des Suezkanals, beeinflussen die Nachwirkungen (Containerknappheit und häufige Hafenüberlastungen) weiterhin die globalen Lieferketten. Nachfolgend geben wir Ihnen ein Update zu allen Entwicklungen und informieren Sie über Problematiken, erwartete Auswirkungen und Empfehlungen, um mögliche Beeinträchtigungen für Ihr Unternehmen zu minimieren.

 

Bisherige und aktuelle Vorkommnisse

 

US-Westküste / San Pedro Bay / Hafen von Los Angeles

 

 Die Situation in den USA hat sich in den letzten 6 Wochen verbessert, aber immer noch stehen mehrere Containerschiffe in der San Pedro Bay Schlange, um in den Hafen zu gelangen und entladen zu werden.

 Die Auswirkungen sind immer noch in der gesamten Seefracht-Inlandslogistikkette zu se-hen. Der konstante und hohe Zustrom von beladenen Containern in die USA erschwert weiterhin den Abbau des bestehenden Rückstaus.

 

Suezkanal / Ever Given-Vorfall

 

 Obwohl dieser Vorfall schon mehr als 10 Wochen zurückliegt, ist der Seefrachtverkehr durch die sogenannten "Ripple-Effekte" immer noch aus dem Gleichgewicht.

 Nach der Auflösung der Blockade des Suezkanals wurden zuerst die europäischen Häfen aufgrund des plötzlichen und hohen Inbound-Volumens überlastet. Danach folgten die asiatischen Häfen, insbesondere die chinesischen Häfen.

 

Häfen Hamburg und Bremerhaven / Rotterdam

 

 Durch die Blockade des Suezkanals und die erwähnten "Ripple-Effekte" gerieten auch die Betriebsabläufe an den Häfen Hamburg und Bremerhaven außer Balance.

 Aufgrund dieser Überlastungen wurden Reedereien dazu veranlasst, Schiffe nach Wilhelmshaven oder nach Rotterdam umzurouten.

 Innerhalb des Rotterdamer Betriebes sind nun auch Verzögerungen zu erwarten, die möglicherweise zu Störungen im Hafenbetrieb führen werden.

 

Equipment-Situation

 

 Die Häfen löschen Containerschiffe in kürzeren Zeitfenstern, um die Fahrpläne wieder-herzustellen. Das bedeutet, dass nicht alle leeren Container, die theoretisch verfügbar sind, die Cut-Off-Zeiten erreichen und zurückbleiben. Dies hat zur Folge, dass beispiels-weise dringend benötigte Container aus den USA nicht zu den weltweiten Produktionsstandorten in Asien und Europa gebracht werden können.

 

Aktuelle Problemstellungen

 

 Um den neuen COVID-19-Ausbruch in der Region Südchina (Yantian / Shekou / Nansha etc.) einzudämmen, haben die Behörden zunächst den Betrieb in den Häfen eingestellt. Es wird davon ausgegangen, dass die Wiederaufnahme des regulären Betriebs schritt-weise erfolgen muss und dass die volle Kapazität in absehbarer Zeit nicht erreicht werden kann. Da der Hafen von Yantian einer der größten chinesischen Häfen ist, sind die Auswirkungen dieser Maßnahmen enorm. Im Moment warten mehr als 300 Schiffe auf die Einfahrt.

 Die Auswirkungen sind gravierender als bei der Blockade des Suezkanals.

 Massive Kapazitäten werden aus dem Markt genommen, eine Situation vergleichbar mit Blank Sailings. Neben einem Anstieg der "gerollten" Container ist zu erwarten, dass die Reedereien versuchen werden, den begrenzten Schiffsraum wieder durch "Priorisierung der Ladung" zu bewältigen und damit die Raten und Zuschläge wieder zu erhöhen.

Erwartete Auswirkungen

 Branchenexperten sehen aufgrund der oben genannten Probleme und Vorfälle ein großes Problem für den weltweiten Seefrachthandel.

 In der Branche zeichnet sich ein wachsender Konsens ab, dass die Krise in der globalen Containerschifffahrt mindestens bis zum Ende des Jahres, wahrscheinlich bis zum chinesischen Neujahrsfest 2022, andauern könnte.

 Regierungsverbände und in gewissem Maße auch Regierungen werden immer lauter, dass wir uns mehr und mehr einer sehr kritischen Situation mit dem Potenzial einer globalen Handels-/Transportkrise gegenübersehen, und es gibt Gespräche, die andeuten, dass Regierungen sogar regulierend eingreifen könnten.

 

Allgemeine Empfehlungen

 

Da zu erwarten ist, dass die Situation in den kommenden Wochen und Monaten herausfordernd bleibt und noch schwieriger wird, raten wir zu einer langfristigen Planung und möchten einige Empfehlungen geben:

 

 Bleiben Sie in engem Kontakt mit Ihren Logistikpartnern wie DACHSER zur aktuellen Marktsituation

 Erstellen Sie genaue Prognosen, um Equipment und Platz rechtzeitig zu sichern

 Buchen Sie rechtzeitig, wir empfehlen mindestens 4-6 Wochen im Voraus zu buchen

 Informieren Sie uns explizit über Ihre vorrangigen Sendungen

 Seien Sie flexibel bei der Ausrüstung, erwägen Sie Alternativen.

 Ziehen Sie Luftfracht und Bahntransporte für unaufschiebbare Sendungen in Betracht, unabhängig von den Tarifen hilft diese

Maßnahme, Ihre Lieferkette aufrechtzuerhalten

 

Wir stehen täglich in engem Kontakt mit Carriern und Dienstleistern und werden Sie weiterhin auf dem Laufenden halten.

Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte gerne an Ihren DACHSER-Ansprechpartner vor Ort, damit wir für Sie die beste Logistiklösung realisieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr DACHSER-Team

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